Allgemeine Informationen zum EU-Schulprogramm

Zum Schuljahr 2017/18 wird das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm mit dem EU-Schulmilchprogramm zum „EU-Schulprogramm“ zusammengeführt.
Das EU-Schulprogramm wird in Niedersachsen mit den beiden Programmkomponenten „Schulmilch“ und „Schulobst- und -gemüse“ umgesetzt.

Ziele

Mit dem niedersächsischen Schulprogramm soll der Obst- und Gemüseverzehr sowie der Konsum von Milch bei Kindern erhöht werden. Die Ausgabe attraktiver Obst- und Gemüse- sowie Milchangebote direkt in den Schulen und Kindertageseinrichtungen hat das Ziel, die gewohnten Verzehrmuster der Kinder aufzubrechen und positiv im Sinne einer ausgewogeneren Ernährung auch außerhalb der Betreuungszeiten zu verändern. In Kindertageseinrichtungen wird ausschließlich das Angebot von Milch gefördert. Da sich Geschmacksvorlieben und -abneigungen im frühen Kindesalter entwickeln und maßgeblich durch die Familie und das soziale Umfeld (Kindertageseinrichtungen/Schule) geprägt werden, kann das Schulprogramm dazu beitragen,

  1. die Verzehrmuster bei Kindern durch die Verfügbarkeit von frischem Obst und Gemüse
    sowie Milch nachhaltig positiv zu beeinflussen,
  2. die Akzeptanz von Obst und Gemüse sowie Milch bei den Kindern im Rahmen einer
    abwechslungsreichen Zwischenverpflegung zu steigern (in der Schule, zu Hause),
  3. einen Beitrag zum frühzeitigen Aufbau von gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen
    und Handlungskompetenzen bei den Kindern zu leisten,
  4. das Wissen zu Obst und Gemüse sowie Milch – insb. regionale und saisonale Aspekte
    und Geschmacksvielfalt – sowie das Lernen von Zubereitungstechniken zu fördern.

Die Kinder sollen regionale und saisonale Obst, Gemüsesorten(-arten) und Milch sowie Bio-Produkte kennenlernen und probieren. Durch die Aufgabe, Themen der Ernährungs- und Verbraucherbildung in den Unterricht bzw. das pädagogische Konzept der Kindertages-einrichtungen zu integrieren, bietet das Schulprogramm das Potential, alle Kinder der Zielgruppe unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft oder ihrem sozioökonomischen Status einzubeziehen und deren fachliche und handlungsbezogene Kompetenzen zu verbessern.

Zielgruppe des niedersächsischen Schulprogramms sind Kinder in
– Kindertageseinrichtungen (Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren)
– Schulkindergärten
– Grundschulen (Klasse 1-4),
– Förderschulen (Klasse 1-6) und
– Landesbildungszentren (Klasse 1-6).

Die Teilnahme umfasst im Rahmen dieser Zielgruppe alle Kinder einer Einrichtung; eine Begrenzung auf einzelne Klassen ist beispielsweise nicht möglich. Von Kindertages-einrichtungen kann nur Trinkmilch und kein Obst und Gemüse bezogen werden.

Die Abgabe von Obst, Gemüse und Milch im Rahmen des EU-Schulprogramms wird zu 100 % aus EU-Mitteln finanziert. Die Ausgabe der Erzeugnisse an die Kinder erfolgt in beiden Programmkomponenten kostenlos.

Interessierte Bildungseinrichtungen konnten sich ausschließlich über das Online-Bewerbungsverfahren für eine Teilnahme im Schuljahr 2017/18 bewerben. Die am EU-Schulprogramm teilnehmenden Bildungseinrichtungen wurden Anfang Juni veröffentlicht.